Finanzielle Hilfen

 

Finanzielle Hilfen

 


 Bundesweite Hilfen 

Neue Pflegeeinstufungen und mehr Pflegegeld
ab dem 1. Januar 2017

(12.11.2016) Wenn pflegebedürftige Personen zu Hause von Angehörigen gepflegt werden, erhalten sie ein Pflegegeld. Zudem können sich die pflegenden Angehörigen auf Antrag bei der Pflegekasse Rentenversichern lassen. Dann zahlt die Pflegekasse für den pflegenden Angehörigen Pflichtrentenbeiträge. Dies wird ab dem 01. Januar 2017 gemacht, wenn die Pflegezeit wöchentlich mindestens 10 Stunden, verteilt auf regelmäßig zwei Tage in der Woche, beträgt.

Durch die neue Pflegereform (Zweite Pflegestärkungsgesetz) werden die bisherigen Pflegestufen automatisch in sogenannte Pflegegrade umgewandelt. Dabei gilt: Pflegebedürftige mit überwiegend körperlichen Einschränkungen steigen automatisch um eine Stufe und Pflegebedürftige mit geistigen Einschränkungen (= eingeschränkte Alltagskompetenz) steigen um zwei Stufen auf. Im Zuge dieser Überleitung erfolgt keine Einstufung in den Pflegegrad 1.

Umwandlungstabelle Pflegestufe in Pflegegrad

Alt (bis 31.12.2016)
Neu (ab 01.01.2017)
Ohne eingeschränkte
Alltagskompetenz
Neu (ab 01.01.2017)
Mit eingeschränkter
Alltagskompetenz
Pflegestufe 0 - / - Pflegegrad 2
Pflegestufe 1 Pflegegrad 2 Pflegegrad 3
Pflegestufe 2 Pflegegrad 3 Pflegegrad 4
Pflegestufe 3 Pflegegrad 4 Pflegegrad 5
Pflegestufe 3 (Härtefall) Pflegegrad 5 Pflegegrad 5

Pflegegeldtabelle alt und neu

Pflegestufe alt
Pflegegrad neu
Leistungsbetrag*
bis 31.12.2016
Leistungsbetrag*
ab 01.01.2017
Pflegestufe 0 mit e. A.
Pflegegrad 2
123,00 € 316,00 €
Pflegestufe 1 ohne e. A.
Pflegegrad 2
244,00 € 316,00 €
Pflegestufe 1 mit e. A.
Pflegegrad 3
316,00 € 545,00 €
Pflegestufe 2 ohne e. A.
Pflegegrad 3
458,00 € 545,00 €
Pflegestufe 2 mit e. A.
Pflegegrad 4
545,00 € 728,00 €
Pflegestufe 3 ohne e. A.
Pflegegrad 4
728,00 € 728,00 €
Pflegestufe 3 mit e. A.
Pflegegrad 5
728,00 € 901,00 €
Pflegestufe 3 (Härtefall)
mit/ohne e. A.
Pflegegrad 5
728,00 € 901,00 €

* Leistungsbetrag pro Monat bis zum genannten Betrag. < > Die Abkürzung „e. A.“ bedeutet „eingeschränkte(r) Alltagskompetenz“.

Quelle: Mitteilung der BARMER GEK vom September 2016.

Hinweis: Weitere Einzelheiten und/oder für Sie gegebenenfalls zutreffende Abweichungen erhalten Sie von Ihrer Pflegekasse.


Pflegekosten sind steuerlich absetzbar

(12.11.2016) Wer die Pflege und Betreuung eines Angehörigen übernommen hat, kann die Kosten dafür (zumindest teilweise) von der Steuer absetzen. Darauf wies der Geschäftsführer des Bundesverbandes der Lohnsteuerhilfsvereine in Berlin, Erich Nöll, hin. Dies kann auf zwei verschiedene Arten geschehen. Welche der beiden allerdings für den Einzelnen vorteilhafter ist, das muss im Einzelfall geprüft werden und lässt sich nicht pauschal sagen. Im Zweifelsfall lassen Sie sich von Ihrem Steuerberater beraten.

Variante 1 = Steuerermäßigung bis 4.000,00 €: Sie können eine Steuerermäßigung von 20 % der Kosten, jedoch maximal 4.000,00 € in Anspruch nehmen. Hierbei wird direkt die zu zahlende Einkommensteuer gemindert.

Variante 2 = Kosten als außergewöhnliche Belastung: Die Kosten für Pflege sowie auch andere Krankheitskosten werden in der Einkommensteuererklärung als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht. Diese wird vom Einkommen abgezogen welches besteuert werden muss. Hierbei gibt es jedoch eine „zumutbare Eigenbelastung“, die von den Pflegekosten abgezogen werden muss. Diese lässt sich dann aber auch wieder steuerlich geltend machen, was aber gesondert beantragt werden muss. Dazu gibt es auf dem „Mantelbogen“ der Einkommensteuer eine Frage.


 Bis zu 4.000,00 € Zuschuss für Treppenlift oder andere behindertengerechte Umbauten möglich

(03.07.2016) Benötigen Sie einen Treppenlift? Wollen Sie ihr Bad behindertengerecht umbauen (z. B. mit einer ebenerdigen Dusche? Benötigen Sie als Rollstuhlfahrer breitere Türen? Unter bestimmten Voraussetzungen gibt es von Ihrer Pflegekasse einen Zuschuss von bis zu 4.000,00 €. Dieser Zuschuss liegt im Ermessen der Kasse und ist gesetzlich nicht garantiert. In den meisten Fällen wird er erfahrungsgemäß gewährt. Aber auch die Höhe des Zuschusses kann unterschiedlich ausfallen und die 4.000,00 € sind die Höchstgrenze.

Zwei der wichtigsten Voraussetzungen für die Gewährung des Zuschusses sind: Der Nutzer des Treppenliftes oder des behindertengerechten Umbaus, für den der Antrag gestellt wird, muss mindestens in Pflegestufe 1 eingestuft sein und der Antrag (kann formlos per Brief geschehen) muss vor dem Ein- oder Umbau geschehen. Empfehlenswert ist es auch, vorher mehrere Angebote einzuholen und das in Frage kommende in Kopie dem Antrag auf Zuschuss beizufügen. (Für manche unüberwindlich, die Treppe. Foto: © bbroianigo, Pixelio.de)

Je nach Fall stehen neben der Pflegeversicherung weitere Stellen für Fördermittel zur Verfügung. Bei Unfallgeschädigten besteht ein Anspruch gegenüber der Berufsgenossenschaft (Arbeitsunfall, Wegeunfall in Zusammenhang mit der Arbeit, Berufskrankheit), des Versorgungsamtes oder der gegnerischen Haftpflichtversicherung (bei Unfall mit Fremdverschulden). Auch im Rahmen des sozialen Entschädigungsrechts für Kriegsopfer (BVG) bestehen Ansprüche bei der Hauptfürsorgestelle oder dem Landeswohlfahrtsverband. Schlussendlich kann ein Treppenlift auch für die Arbeitsplatzsicherung bzw. den Arbeitsplatzerhalt notwendig sein. Dann ist für den Zuschuss das Arbeitsamt (Agentur für Arbeit) zuständig. Je nach Fall und Quelle soll sogar eine Bezuschussung von 100 % möglich sein.

Auch wenn Sie als Behinderte(r) bereits einen Steuerfreibetrag haben, kann ein solcher Ein- uder Umbau eventuell steuerabzugsfähig sein. Sprechen Sie deshalb Ihren Steuerberater oder Ihr Finanzamt an und erkundigen Sie sich rechtzeiutig vor Abgabe der Steuererklärung.

Da in Deutschland viel zu wenige alters- und/oder behindertengerechte Wohnungen existieren gibt es auch staatliche Förderprogramme für alters- und/oder behindertengerechte Wohnraumsanierungen über die KfW-Bank (Infos unter Tel.: 0800-5399002). Von den Wohnungs-/Hauseigentümern kann aus dem Förderprogramm 455 ein Zuschuss von bis zu 5.000,00 € beantragt werden, der nach Bewilligung nicht zurückgezahlt werden muss. Zudem bietet die KfW-Bank mit dem Förderprogramm 159 einen günstigen Baukredit von bis zu 50.000,00 € an. Allerdings kann für ein und dieselbe Baumaßnahme nicht beides in Anspruch genommen werden. Und auch wenn Sie nur Mieter sind können Sie mit dem Einverständnis des Vermieters das eine oder andere Förderprogramm der KfW-Bank beantragen.

Umfassende Informationen für einen behindertengerechten Wohnungsumbau gibt es unter www.online-wohn-beratung.de vom Verein Barrierefrei Leben. Regionale Anlaufstellen für Infos zum Thema finden Sie auch unter www.bag-wohnungsanpassung.de.


Erstattung für Hilfsmittel von der Krankenkasse

(03.07.2016) Sie haben die Möglichkeit, Kosten für Dusch- oder Badewannensitze, Badehilfen, Badewannenlifter, Badewannengriffe und Aufrichthilfen, Toilettensitzerhöhungen, Rollatoren, Rollstühle, Krankenbetten usw. als Hilfsmittel erstattet zu bekommen. Ihr Arzt muss Ihnen dies per Rezept verordnen.

Auch für Inkontinenz gibt es einen monatlichen Pauschalbetrag von der Krankenkasse. Dieser gilt als Zuschuss, da er keinesfalls die tatsächlichen Kosten decken kann. Bis zum April 2016 zahlte beispielsweise die IKK classic einen monatlichen Pauschalbetrag von 32,00 €, der seit Mai 2016 allerdings ganz drastisch auf 24,99 € gekürzt wurde. Und wenn Sie nicht zuzahlungsbefreit sind, geht davon noch der Zuzahlungsbetrag in Höhe von 10 % ab.

Krankenkasse muss Stromkosten für Elektrorollstuhl zahlen

(06.02.1997) Die Frage, ob eine Krankenkasse gemäß § 33 Abs. 1 Sozialgesetzbuch - Fünftes Buch (SGB V) auch die Stromkosten für die Wiederaufladung des Akkus in einem Elektrorollstuhl übernehmen muss, hat das Bundessozialgericht (BSG) mit „Ja“ entschieden. Die Kasse muss zahlen. BSG-Urteil, Az. 3 RK 12/96 vom 06.02.1997. (Quelle: www.urteile-im-internet.de)


 Lokale Hilfen 

 
Förderkreis unterstützt Patienten
der Diakoniestation Halver-Schalksmühle
 

[58553 Halver + 58575 Schalksmühle] Der Förderkreis der Diakoniestation Halver-Schalksmühle (http://foerderkreisdiakonie.wordpress.com/) unterstützt aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden die von der Diakoniestation Halver-Schalksmühle gepflegten Patienten aus Halver und Schalksmühle, bei denen die häuslichen Pflegekosten nicht in vollem Umfang von der Pflegekasse übernommen werden, ab dem 01.06.2012 mit folgenden Beträgen:

➔ In Pflegestufe 0: bis zu 100,00 € monatlich.
➔ In Pflegestufe 1: bis zu 200,00 € monatlich.
➔ In Pflegestufe 2: bis zu 220,00 € monatlich.
In Pflegestufe 3: bis zu 260,00 € monatlich.
 
Weiterhin übernimmt der Förderkreis Kosten für Betreuungsleistungen für Patienten (Vorlesen, Spaziergänge usw.) nach Bedarf. Kontakt über die Diakoniestation, Tel.: 02353-903293.
Stand: 15.11.2016    
 

Diese Seite wurde zuletzt am 15.11.2016 20:08:58 Uhr aktualisiert.

 

 


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